Aku-Taping

Beim Aku-Taping – auch Medi- oder Kinesio-Taping genannt – handelt es sich um eine ganzheitliche Therapieform, die in den 1970er Jahren von dem japanischen Arzt und Chiropraktor Kenso Kase entwickelt wurde. Er brachte ein längselastisches Band auf Baumwollbasis auf den Markt, das die Beweglichkeit nicht einschränkt und je nach Befund mit speziellen Techniken auf bestimmte Körperareale aufgebracht wird, wo es möglichst lange (Tage bis Wochen) verweilen soll. Das Tape haftet mittels hautfreundlichem Acrylkleber, ist luftdurchlässig und wasserfest.

Im Aku-Taping gibt es fünf Grundtechniken (Lymph-/Muskel-/Ligament-/Faszien- und Korrekturtechnik), die je nach Indikation entweder separat oder kombiniert angewandt werden. Hierdurch werden unterschiedliche Wirkungen erzielt, die insgesamt den Heilungsprozess verkürzen:

  1. Verbesserung der Muskelfunktion (z.B. bei Überlastung oder postoperativ)
  2. Verbesserung der Blutzirkulation (z.B. bei entzündlichen Prozessen)
  3. Schmerzreduktion
  4. Unterstützung der Gelenkfunktion

Zu den klassischen Indikationen zählen u.a.:

  • Kopfschmerzen: Spannungskopfschmerz, Migräne, Zähneknirschen, Schwindel
  • Rückenschmerzen: HWS-/BWS-/LWS-Syndrom, Ischialgie, Diskusprolaps, Wirbelblockaden
  • Gelenkschmerzen: Impingement-Syndrom, Tennis-/Golferellenbogen, Arthroseschmerzen (Finger, Knie, Hüfte)
  • Muskuläre Schmerzsyndrome: Verspannungen, Verkrampfungen, Fibromyalgie, Achillodynie, Fersensporn
  • Neuropathische Schmerzen: Polyneuropathie, Restless legs
  •  Lymphödeme